Obwohl der Wellness-Bereich in Deutschland einen unglaublichen Aufschwung erfährt, können andere europäische Regionen zusätzlich noch mit einer atemberaubenden Landschaft punkten. Zu den schönsten Landschaften dieser Erde gehört ohne Zweifel die Toskana, deren Wein- und Olivenhänge das sanfte Berglandland bedecken und deren Häuser für viele Menschen ein Traum sind.
Eingebettet in diese unvergleichliche Naturwelt befindet sich das Wellness-Hotel „Adler Thermae“ im Val d’Orcia in der Nähe von Siena. Im Stile einer toskanischen Villa erhebt sich das Haus auf dem Gelände eines ehemaligen Steinbruchs.
Zunächst würde man kaum vermuten, dass sich hier ein wahres Paradies zum Entspannen verbirgt, erst als der Blick auf den klaren Natursee und den Außenpool fällt. Da auch die Autos der Gäste in der Tiefgarage untergebracht werden, wird der Eindruck einer ungestörten Idylle nicht durch den Anblick einer Blechlawine gestört. Stattdessen geben die Suiten und Zimmer des Hotels einen wunderbaren Blick auf die eingangs erwähnte einzigartige Landschaft der Toskana preis und verwöhnen zusätzlich das menschliche Auge.
Das Angebot des Wellness-Tempels scheint schier unbegrenzt. Saunen, Medical Wellness, Spa, Anti Aging und Fitness sind nur eine kleine Auswahl dessen, was das Adler Thermae für seine Gäste bereits hält. Das sich die Entspannungsmöglichkeiten des Hotels ideal mit den Freizeitangeboten der Toskana wie Wandern oder Radfahren kombinieren lässt, ist es die optimale Mischung für abgespannte und gestresste Menschen.
Einen Aufenthalt in der Adler Thermae ist auf jeden Fall zu empfehlen, da man hier wunderbar entspannen und zudem ein unvergleichbares Ambiente genießen kann.
Gerade im Frühling haben noch viele Menschen mit Müdigkeit zu kämpfen. Um besser in die schöne Jahreszeit zu starten, könnte ein Besuch in einer NaturTherme Abhilfe schaffen. Eine der beliebtesten Naturthermen in Deutschland befindet sich im brandenburgischen Templin.
Dort existiert eine einzigartige Badelandschaft mit einem großen Haupt- und einem kleinen Wellenbecken, mit Unterwasser-Massagestationen, mit Thermalsole-Sprudelbecken, mit Wasserfällen und einer Felsengrotte. Der Besucher besitzt also genügend Auswahlmöglichkeiten, um sich und seinem Körper etwas Gutes zu tun.
Ein besonderes Highlight ist die Saunalandschaft in der NaturTherme Templin. Hier hat man die weltweit bewährtesten Methoden des Saunens zusammen gefasst und hier in das Angebot integriert. Finnische, Bauern- und Steinsaunen, ein Cleopatrabad sowie ein Hamam stehen hier dem Besucher offen. Je nach Erfahrungswert kann man so auf die beste Art des Saunens zurückgreifen, eine Wohltat für die Seele.
Ein unvergessliches und sinnliches Erlebnis wird der Besuch der Aqua Musicale. In einer sechsprozentigen Thermalsole hat man das Gefühl zu schweben, angenehme Wärme und wechselnde Musik sorgen für unvergleichliche Entspannung.
Damit aber auch die Kleinsten auf ihre Kosten kommen, hat man in der NaturTherme Templin ein Kinderparadies eingerichtet. Großen Anklang finden dort die Riesenrutschen, die für einen Heidenspaß sorgen.
In der NaturTherme Templin kann man mal so ausspannen und neue Energie für anstehende Aufgaben tanken.
Viele verbinden mit der Vorstellung von einem Kloster, einen Ort der Ruhe und der Kontemplation. Alte, ehrwürdige Mauern umgeben von Wäldern oder Weinbergen… Auch wenn sich das fast zu malerisch anhört, es gibt tatsächlich Klosteranlagen, die nicht weit entfernt von diesem Klischee sind.
Der Alltag fordert unentwegt Leistung und Konzentration von einem. Diesen Anforderungen kann man aber nur gerecht werden, wenn man sich zwischendurch eine Auszeit nimmt, um das innere Gleichgewicht wieder herzustellen.
Stille – Muße – Erholung, dies wünscht sich doch so manch einer, doch wie kann es gelingen, wenn auch nur für kurze Zeit mal auszusteigen? Dafür ist es gar nicht erst notwendig ins Ausland zu fahren. In Deutschland bieten Klöster seit den 70er Jahren an, sich für eine begrenzte Zeit in das klösterliche Leben zu integrieren und dabei zur Ruhe zu kommen.
Dabei spielt die Konfessionsgebundenheit keine Rolle, viel eher natürlich das Geschlecht des Ruhebedürftigen. Die Unterbringung findet in separaten Gästehäusern statt. Inwiefern man eingebunden wird in das Leben der Ordensgemeinschaft ab, hängt von deren Ausrichtung ab. Es gibt Klöster, in denen sehr zurückgezogen gelebt wird, daher eignen sich diese vor allem für Menschen, die zum Beispiel eine Woche im Schweigen verbringen wollen. Andere Ordenshäuser bieten ihren Gästen wiederum ein Programm an, das von Mitarbeit in der Ordensgemeinschaft bis hin zu Wellness inklusive Kneipp-Anwendungen reichen kann. Die Wahl sollte man daher sorgsam treffen und die Bereitschaft mitbringen, sich in den alltäglichen Tagesrhythmus des Klosters auch einzufügen.
Nicht zu verwechseln ist dieses Angebot jedoch mit einem günstigen Urlaub, obwohl die Kosten für den Aufenthalt und die Verköstigung eher gering sind. Allein aus Respekt den Ordensschwestern und -brüdern gegenüber sollte man sich der geistlichen Atmosphäre, in die man sich begibt, schon bewusst sein. Für Einige bietet es vielleicht zum ersten Mal die Gelegenheit auf eine sehr anschauliche Weise die eigene Spiritualität zu entdecken.
Wer sich dafür interessiert, eine Zeit im Kloster zu verbringen, braucht keine Scheu vor dieser anderen Welt zu haben. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass Gäste mit einer Herzlichkeit und Aufmerksamkeit aufgenommen werden, die zunächst sogar etwas ungewohnt sein kann. In der Abgeschiedenheit und eingebettet in den geistlichen Rahmen wird es einem möglich sein, endlich mal zur Ruhe zu kommen und vielleicht auch einfach nur mal ausschlafen zu können. Spaziergänge zu genießen und den Gedanken freien Lauf zu lassen, die ansonsten im Alltagsgeschehen immer unter zu gehen drohen. Eine Erfahrung, die zu machen sich in jedem Fall lohnt.
Hier ein paar Links, die Angebote der Ev. Kirche und Angebote der katholischen Ordensgemeinschaften auflisten, damit man sich gleich ein Bild von den Möglichkeiten der Entspannung im Kloster machen kann.
Entspannung kann uns durch alle möglichen Formen von Wellness bereitet werden. Besonders effektiv sind jedoch Wellness- Varianten, die neben dem geistigen Wohlbefinden auch die Fitness trainieren. Neben Pilatesübungen gehören dazu auch Fitness- Übungen im Wasser, auf neudeutsch Aqua- Fitness genannt. Besonders bekannt ist hierzulande vor allem das Aqua- Boxing, bei dem Kampfbewegungen im Wasser durchgeführt werden. Es existieren aber alle möglichen Formen von Fitness in mehr oder weniger tiefem Wasser. Von Tanzen über Walking zu Step- Aerobic – alle diese normalen Fitnessvarianten haben ihre Entsprechung im Schwimmbecken.
Im Gegensatz zu gewöhnlicher Fitness haben die Übungen im Wasser dabei einen nicht zu verachtenden Entspannungs- Effekt. Wo man nach einem Kurs Step- Aerobic im Fitnessstudio verschwitzt und hungrig nach Hause kommt, hinterlässt eine Stunde Aqua- Step ein zwar anstrengendes, aber innerlich ruhigeres Körpergefühl.
Dabei ist es wie immer wichtig, sich nicht zu übernehmen. Anfänglich mag einem das Gehüpfe im Wasser lächerlich vorkommen, doch spätestens nach einer Viertelstunde wird klar, dass hier Regelmäßigkeit und Übung vonnöten sind, um nicht erschöpft umzukippen.
Kurse in Aqua Fitness und all seinen Varianten werden eigentlich von fast allen Wellnesshotels angeboten. Einfach mal die jeweiligen Seiten besuchen und informieren!
Der Frühling ist ausgebrochen und mit ihm beginnt die Zeit, in der ich die Lust verspüre Groß-Reine zu machen. Mal wieder das Zimmer ausmisten und die Winterklamotten in den Keller packen steht genauso auf dem Programm, wie dem Körper auch mal eine Art von “Revitalisierung” zu gönnen.
Ein bis zwei Mal im Jahr wird aus heilkundlicher Sicht dazu geraten eine Fastenkur zu machen. Dabei soll man für einen bestimmten Zeitraum auf das Essen verzichten und stattdessen sehr viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Auf diese Art wird insbesondere der Magen-Darmtrakt entschlackt und die sogenannten “Stoffwechselendprodukte”, die sich über das Jahr im Bindegewebe des Körpers angesetzt haben, werden ausgespült.

Doch ist das Heilfasten nicht als Extrem-Diät zu verstehen, um schnell den überflüssigen Winterspeck los zu werden. Ganz im Gegenteil soll dabei weniger die äußere, als vielmehr die innere Balance wiedergefunden werden. Im Vordergrund steht hierbei die Regulierung der Körperfunktionen, wie dem Blutkreislauf und dem Stoffwechsel. Da der Körper für den Verdauungsvorgang keine Energie mehr verbraucht, nutzt er statt dessen auf eine energiesparendere Weise die körpereigenen Reserven, wie Kohlehydrate und Fettdepots als Lieferant. Zwar wird in den ersten Tagen durchaus eine Gewichtsreduzierung eintreten, schließlich werden zu Beginn vor allem das Gewebe entwässert wird. Später jedoch pendelt sich der Gewichtsverlust auf ca. 100 – 300 g pro Tag ein.
Nach den ersten Tagen der Fastenkur setzt die Reduzierung von Magensäften ein, sodass auch das Hungergefühl nachlässt und einem bei dem Anblick von leckerem Essen nicht mehr das “Wasser im Munde zusammen läuft”. Nicht vergessen: Die Fastenzeit stellt nicht nur für den Körper eine Herausforderung dar, sondern ebenso auch für die Psyche. Daher ist es ratsam eine Heilfastenkur immer in ärztlicher Begleitung durch zu führen. Eine stabile gesundheitliche Verfassung ist als unbedingte Vorraussetzung zu verstehen. Schwangere Frauen, Chronisch Kranke, oder Menschen, die gerade eine schwerwiegende Behandlung hinter sich haben, ist von einer Fastenkur abzuraten.

Der Ablauf der Fastenkur wird in Absprache mit dem begleitendem Arzt festgelegt. Dabei gibt es unterschiedliche Ansätze, wie z.B. den Fastenplan nach Dr. Otto Buchinger, der neben Säften noch Gemüsebrühe als Kalorienlieferant vorsieht. Oder aber dem Molke-Heilfasten, bei dem wie der Name schon sagt, neben Säften und Wasser noch 1 l Molke /Tag zu sich genommen wird. Für welche der Kuren man sich auch entscheidet, wichtig ist während dessen auf alle- ja, ja auf alle- Genußmittel zu verzichten. Ruhe und eine entspannte Situation zu Hause sind ebenso wichtige Faktoren, die auf den Verlauf der Kur unterstützend wirken. Wenn nebenbei noch die Familie versorgt werden will oder man einen 12 Stunden Arbeitstag hat, sollte man es lieber lassen. Der Körper ist schon beschäftigt genug und nicht so belastbar wie ansonsten.

Also, lieber 10 Tage Urlaub nehmen!
Links:
Diese Fragen musste ich schon so manches Mal über mich ergehen lassen und konnte nebenbei auch noch eine kurze Einführung in die Ayurvedische Ernährungslehre geben. Nicht dass ich darin so bewandert wäre, doch von der Gewohnheit ganz gerne auch nur heißes Wasser zu trinken, lasse ich nicht mehr ab. Auch wenn ich trotz allem eher belächelt wurde, bei der nächsten Gelegenheit, wurde meinem Wunsch nach einer Tasse heißem Wasser ohne hochgezogenen Augenbrauen entsprochen.

In der ayurvedischen Gesundheitslehre besitzt die Ernährung eine besonders hohe Bedeutung. Caraka, ein vedischer Gelehrter rät:” Ohne die richtige Ernährung ist die Medizin wirkungslos, und mit der richtigen Ernährung die Medizin nicht nötig.” Bestechend einfach und doch sehr wirkungsvoll soll das regelmäßige Trinken von heißem Wasser sein. Dabei ist es nicht so wichtig möglichst viel davon zu trinken, sondern eher häufig über den Tag verteilt.
Das Wasser sollte dabei mindestens 20 min. ohne Deckel gekocht haben. Dadurch wird das belastete Wasser neu energisiert und zudem noch von Schadstoffen gereinigt. Über den genauen chemischen Prozess kann man sich auf der Webseite einer Naturheilpraxis hier informieren:
Anschließend soll man es in kleinen Schlücken noch möglichst heiß trinken. Der Genuss von heißem Wasser dient dem verbesserten Stoffwechsel, wodurch u.a. auch die Verdauung angeregt wird. Daher wird vor allem dazu geraten, ca. eine 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten heißes Wasser zu trinken.
Klingt doch recht vernünftig, oder?
Die Bachblüten-Therapie ist wissenschaftlich nicht erwiesen, trotzdem erfährt sie immer wieder Schübe der Popularität. Zurückzuführen ist die Therapie auf ihren Namensgeber Edward Bach, der von 1886 bis 1936 lebte und die These vertrat, dass jede körperliche Krankheit auf einem seelischen Ungleichgewicht beruht.
Diese alternative Entspannungsmethode ist wie bereits erwähnt, wissenschaftlich kaum haltbar. Für die Analyse ordnete Bach dem Menschen38 Gemütszustände wie zum Beispiel Kummer, Ärger oder Angst. Jedem Gemütszustand wies Bach
dann ein Gemisch aus Blüten und Pflanzenteilen zu, die in kochendes Wasser gegeben wurden, um anschließend ein Blüten-Essenzen zu ergeben.
Bekannte „Bachblüten“ sind Aspen (Espe, Zitterpappel), Honeysuckle (Geißblatt), Rock Rose (Gemeines Sonnenröschen) oder Walnut (Walnussbaum). Die Essenz wird dann auf bestimmten Körperregionen zur Anwendung gebracht und sorgt für eine Harmonisierung der Körperzustände. So nutzte Bach die Geißblatt-Essenz für die Beseitigung von Pessimismus, Kastanie bei der mangelnden Bereitschaft zur Selbstkritik oder Rotbuche bei zu stark ausgeprägter Arroganz.
Man muss natürlich an dieser Stelle feststellen, dass dies zunächst sehr unseriös klingt, zumal Bach die Essenzen intuitiv auswählte. Dies ist zurückzuführen auf die Lehren von Karl-Gustav Jung, der als Begründer der analytischen Psychologie gilt. Ähnlich ist Bach nun bei seiner Therapie auch verfahren – er versuchte die seelischen Gemütszustände zu analysieren und suchte nach alternativen Heilmöglichkeiten.
Eigens für die Bachblüten-Therapie eine Institut gegründet, welches sich intensiv mit der Lehre von Bach beschäftigt. Auch wenn die Therapie umstritten ist, hat doch vielen Menschen zur seelischen Entspannung verholfen.
Außer Mineralsalzen und ein paar Algen und Bakterien weit und breit kein Leben in Sicht – das Tote Meer macht seinem Namen alle Ehre. Dennoch gehört es zu den gesündesten Wassern auf der Welt.
Das Tote Meer existiert schon seit rund 12.000 Jahren und ist circa 600 Quadratkilometer groß. Es liegt am tiefsten Punkt der Erde, zirka 400 Meter unter dem Meeresspiegel, und grenzt an Israel, Jordanien und Palästina.
Seine gesundheitlichen Erfolge beruhen vor allem darauf, dass die hohen Temperaturen das mineralienreiche Wasser in der trockenen Luft schnell verdunsten lassen, wodurch der Salzgehalt steigt – er liegt bis zu 50 Prozent höher als in anderen Meeren. In dieser Dunstglocke sind Bromide gelagert, die entspannend auf das Nervensystem wirken. Hinzu kommt, dass die Luftschicht über dem Toten Meer aufgrund der tiefen Lage sehr viel dicker ist als in anderen Regionen und einen deutlich höheren Sauerstoffgehalt hat.
Bei 330 Sonnen-Tagen im Jahr, die sich ohnehin sehr positiv auf das allgemeine Befinden auswirken, ist diese verstärkte Luftschicht besonders hilfreich, weil sie die eindringenden Sonnenstrahlen filtert. UVB-Strahlen werden weitgehend von der Haut abgehalten. Die Luft in der Wüstenlandschaft des Toten Meeres ist trocken und frei von Pollen
Nicht nur für Allergiker, auch für Asthmatiker und Rheumatiker bieten sich in dieser klimatisch ungewöhnlichen Region außerordentliche Heilungschancen. Das schwefelhaltige und 60 Grad heiße Thermalwasser von Tiberias-Hammat sprudelt schon seit Menschengedenken aus dem Boden und hilft bei Beschwerden an Gelenken und des Nervensystems.
Die heißen Quellen von Hammat Gader liegen in den Schluchten des Yarmuk. Schon vor 3.500 Jahren suchten die Menschen diese Thermen auf, um deren wohltuende Wirkung zu genießen. Die Römer haben diesen Ort zu einem der bedeutendsten Heilbäder ausgebaut. Und dies ist er heute noch mit attraktiven Spa-Angeboten.
Das Trio aus mineralreichem Wasser, milder Sonne und stark sauerstoffhaltiger Luft macht das Klima am Toten Meer zu einem Erlebnis, das auf der Welt einmalig ist – nicht ohne Grund spricht man von einem Quell der Gesundheit.
Früher kannte ich Spa nur aus dem Kreuzworträtsel, wenn ein belgischer Bade- oder Kurort gesucht wurde. Als ich mich dann aus beruflich bedingtem Stress heraus doch einmal mit Massagen & Co. beschäftigen musste, kam ich ganz schnell dahinter, dass hinter dem Wort “Spa” doch noch viel mehr steckt.
Zwar behaupten schlaue Leute, Spa wäre die lateinische Abkürzung für sanitas per aquam – was so viel heißt wie “Gesundheit durch Wasser”. Die Bezeichnung Spa hat sich im Allgemeinen aber für das Heilbad durchgesetzt. Hierfür spricht auch ganz klar die Tatsache, dass Wellness-Einrichtungen oft als Privat-Spa, Hotel-Spa, Day Spa, Spa-Resort oder Thermen-Spa betitelt werden.
Diese speziellen Einrichtungen beherbergen dann so schöne Angebote und Dienstleistungen wie Körper- und Gesichtsbehandlungen, Regenerationsprogramme und manchmal auch ein Ernährungsprogramm. Sie verfügen über Saunen und Bäder – wozu sowohl ein Hallenbad wie auch ein Whirlpool gehören kann -, einen Fitnessbereich für Krafttraining oder Bewegungsgymnastik oder auch einfach nur Entspannungs- und Meditationszonen. Natürlich dürfen die klassischen Bereiche für Kopf-, Körper- und Fußmassagen auf keinen Fall fehlen.
Bei alledem, was bei dem Bau einer solchen Wellness-Oase alles zu bedenken ist, ist es auch kein Wunder, dass sich zwischenzeitlich einige Architekten auf den Bau eines solchen Spas spezialisiert haben. Wenn ich in so eine Einrichtung gehe, will ich auch nur das Beste und das haben diese Leute auch gut erkannt.
Morgens nach dem Duschen gehört es für mich dazu, mit einem eiskalten Wasserstrahl meinen Körper zu wecken. Ab und zu wechsele ich auch zwischen heiß und kalt – das Wechselduschen soll ja die Durchblutung fördern und die Abwehrkräfte stärken, wusste schließlich schon Sebastian Kneipp vor zweihundert Jahren.
Dabei ist das von Kneipp entwickelte Verfahren vielmehr als nur das – nämlich eine richtige Gesundheitskur mit den verschiedensten heilenden Wirkungen von Wasser. Eine Therapie, die schon damals nach naturheilkundlichen Kriterien angewendet wurde und auch heute bei alternativen Heilmethoden beliebt ist.
Kneipp selber erkrankte als Student an Tuberkulose und heilte sich, indem er in der eiskalten Donau badete. Heute wird mit dem Begriff der Kneipp-Therapie häufig nur die Wassertherapie gleichgesetzt. Neben der Wasseranwendung sind jedoch die Verwendung von Heilpflanzen, ausreichende Bewegung sowie eine einfache, gesunde Ernährung und eine strenge Lebensordnung weitere Grundpfeiler der Kneipp-Therapie.
Die sogenannte Hydrotherapie umfasst Waschungen, Güsse, Voll- und Teilbäder, Wickel, Auflagen und Packungen, Taulaufen, Wassertreten und Schneegehen. Die Kneippanwendungen werden kalt, im Wechsel oder warm verabreicht. Bei kalten Wasseranwendungen gilt das Prinzip: warm – kalt – warm. Das heißt, kalte Wasseranwendungen dürfen nur bei warmem Körper verabreicht werden, nach der kurzen kalten Anwendung erfolgt Wiedererwärmung durch Bewegung oder Bettruhe. Naja, so viel zu meinen morgendlichen Wechselduschen…
Die Kneipp-Kur richtig anwenden und sich gegen diverse Beschwerden, wie z.B. Krampfadern behandeln lassen, kann man in vielen Kur- und Bäderbetrieben, die von dem Dachverband Kneipp-Bund ausgebildet und zertifiziert sind.
Herrn Kneipp begegnet man ja auch im Drogerieregal: Dort findet man die bekannte Produktserie, die unter anderem Badezusätze (vor allem gegen Erkältung), Körperöle und sogar Gesundheitstees anbietet – für das Kneippen und Entspannen zu Hause.
Damit man aber nicht so unbeholfen wie ich anfängt zu kneippen, lohnt sich ein Blick in das Werk selbst. In “Meine Wasserkur” kann man die Philosophie von Kneipp nachlesen und herausfinden, welcher Wasserguss für einen selbst der Beste ist.